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Straßenkinder
in Jimma
Das
Supervisionsteam von kinder unserer welt nahm während seiner Reise im Juli 2010 auch an einem
der montags stattfindenden Screenings teil. Dort versammeln sich Straßenkinder, die in das SCYP
aufgenommen werden wollen. An diesem Montag waren es mehr als 40 Jungen. Bedrückend
war das Dilemma zwischen der offensichtlich schlechten
Verfassung, in der die Kinder sich befinden – müde, mager, schmutzig und
heruntergekommen – und der traurigen Tatsache, dass nur die wenigsten der
erschienenen Jungen die Chance haben, ins SCYP aufgenommen zu werden, da die
Plätze begrenzt sind. Im Juli waren 23 Kinder und Jugendliche im Programm, 20
weitere waren im Aufnahmeprozess. Die meisten der 3.500 Straßenkinder in Jimma
können leider von unserem Programmangebot nicht profitieren.
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links: Diese
Straßenkinder hoffen beim Screening auf einen
Platz in unserem Projekt.
unten: Ato
Abduletif spricht nach kalter Nacht mit drei
Jungen an ihrem Schlafplatz.
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Über deren aktuelle Lebensbedingungen wolllte
das Supervisionsteam
in Jimma auch etwas erfahren. Dazu suchte es an einem frühen
Morgen Straßenkinder an ihren Schlafplätzen auf:
"Begleitet wurden wir von dem Sozialarbeiter
Ato
Abduletif und Ato Adane, dem FC-Projektkoordinator aus Addis, der nach eigenen
Angaben zum ersten Mal einem derartigen Lokaltermin beiwohnte und der von
dieser Erfahrung offenkundig sehr betroffen war. Da in Jimma Regenzeit war,
waren die Bedingungen für die Kinder besonders hart. Alle wirkten
erschöpft und schmutzig. Die Nacht verbrachten sie in Gruppen vor überdachten
Hauseingängen auf blankem Boden, in leere Kunststoffsäcke gehüllt, z.T. mit
Plastiktüten über dem Kopf. Die „Schlafutensilien“ halten sie hinter
Grundstücksmauern versteckt. Eine erschütternde Szenerie! Trotz allem waren
sie freundlich und gaben bereitwillig Auskunft über ihre Situation."
Um
auch den Kindern, die nicht das Glück haben, in das
Projekt aufgenommen zu werden, tragfähige Angebote machen
zu können, lohnt es sich, dass wir uns mit Ihrer Hilfe weiterhin
in Jimma engagieren.
Rolf John (nach einem Supervisionsbericht von Manuela Heuthaler), im Dezember
2010
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